Lerntipps für die Berufsschule
Finde Deinen persönlichen Lerntyp
Man unterscheidet verschiedene Lerntypen:
- auditiv: lernt durch Zuhören, z.B. lautes Vorlesen, Audio-Dateien, Podcasts, Reime
- visuell: lernt bildlich, z.B. durch Mindmaps, Diagramme, Videos, farbliche Textmarkierungen
- haptisch: lernt durch Aktivität, z.B. Informationen anfassen, Verknüpfungen erstellen beim Gehen, Haftnotizen im Raum
- kommunikativ: lernt mit anderen zusammen, z.B. Lerngruppen (Abb. 1), Abfragen, Diskussionen, Lern-Apps mit Chat
Die meisten von uns sind Mischtypen. Kombiniere deshalb am besten unterschiedliche Lernmethoden. Mit mehr Abwechslung macht es auch gleich mehr Spaß.
Tipp:
Für das Auswendiglernen medizinischer Fachbegriffe kannst Du auch ganz „oldschool“ ein Vokabelheft oder Karteikarten verwenden.
Schaffe Dir ein positives Lernumfeld
Ein aufgeräumter Arbeitsplatz mit einer guten Beleuchtung erleichtert Dir das Lernen. Sorge für ungestörtes Arbeiten (Medien ausschalten, die Dich ablenken). Ändere regelmäßig Deine Sitzposition, bewege Dich zwischendurch, und denke ans Stoßlüften für die Frischluftzufuhr. Gesunde Snacks wie Obst/Nüsse und Getränke wie Wasser/Tees helfen Deinem Gehirn, auf Touren zu bleiben.
Teile Dir Deine Zeit gut ein
Lege einen konkreten Start- und Endzeitpunkt für Deine Lerneinheit fest. Mache regelmäßig Pausen. Mit der „Pomodoro-Technik“ kannst Du Deine Produktivität steigern, indem Du konzentriertes Arbeiten in Phasen einteilst:
- 25 Minuten Arbeiten
- 5 Minuten Pause
- 25 Minuten Arbeiten
- 5 Minuten Pause
- 25 Minuten Arbeiten
- 5 Minuten Pause
- 25 Minuten Arbeiten
- 5 Minuten Pause
- nach 4 Einheiten eine längere Pause von 15 Minuten einlegen
Finde Deine persönliche Motivation
Was ist Dein Ziel? Die nächste Arbeit mit einer guten Note zu bestehen? Die Zwischenprüfung zu schaffen? Mit der Abschlussprüfung Deinen Traumjob als TFA zu erreichen? Formuliere Dein Ziel positiv, konkret und am besten schriftlich.
Belohne Dich fürs Durchhalten
Was ist Dein Ausgleich zur geistigen, sitzenden Tätigkeit? Gassigehen, Joggen, Fitness, Reiten? Bewegung in der Natur lüftet das Gehirn und hilft beim Verarbeiten der erlernten Informationen.
Gut zu wissen
Was ist Prokrastination? Der Begriff stammt vom lateinischen Wort „procrastinare“ ab, was so viel bedeutet wie „aufschieben“. Aufschieberitis ist, wenn Du plötzlich lieber Hausarbeit erledigst als für die Schule zu lernen. Dies setzt Dich zusätzlich unter Druck, weil die anstehenden Aufgaben durch die Erledigung der anderen Tätigkeiten nur hinausgezögert werden.
Kurz und knapp
Lernen ist ein individueller Prozess. Probiere aus, was Dir persönlich hilft, um Dir Erlerntes einfacher zu merken.
Abbildung © GettyImages