Erste Hilfe: Hufverband beim Pferd

»Janina Silander« 

Step by Step

Der Hufverband (Abb. 1) gehört zu den häufigsten Verbänden, die beim Pferd angelegt werden.

Es gibt verschiedene Indikationen, z.B.: 

  • nach Abnahme oder Verlust eines Hufeisens
  • Verletzungen im Bereich des Hufes/der Fesselbeuge (z.B. Ballentritt)
  • Hufrehe 
  • nach tierärztlichen Behandlungen (z.B. Punktion vom Hufgelenk oder der Fesselbeugesehnenscheide)

Es gibt ein paar Varianten und unterschiedliche Wege, um einen Hufverband anzulegen, ebenso kann er verschiedene Funktionen erfüllen. Er kann einfach dem Schutz dienen, zur Polsterung der Hufsohle (z.B. bei Hufrehe oder Prellungen der Sohle) eingesetzt werden, aber auch feucht als Angussverband zum Einsatz kommen, wenn es darum geht, das Horn aufzuweichen (z.B. bei Hufgeschwüren).

Wie geht Ihr vor?

Als erstes solltet Ihr eine weitere Person dazu holen, die das Bein aufhält. Dann solltet Ihr die Materialien bereitlegen, damit man beim Wickeln nicht noch etwas suchen muss.

Tipp: 
Plant alles im Voraus und denkt daran: Je länger es dauert, umso mehr belastet es den Rücken Eurer Kolleg:innen.

Für einen trockenen Hufverband benötigt Ihr:

  • ein Stück Equimoll Verbandswatte (haben wir in der Klinik immer fertig zugeschnitten in den Behandlungsräumen)
  • eine Universalbinde
  • Panzerklebeband
     

Kurz und knapp

Wenn Ihr vorab gut organisiert alles bereitgelegt habt, ist ein Hufverband in Teamarbeit schnell gewickelt. Der Rücken Eurer Kolleg:innen und das Pferd werden es Euch danken.

Alle Abbildungen © Janina Silander

Autorin

Janina Silander

Tiermedizinische Fachangestellte
Pferdeklinik Burg Müggenhausen GmbH
 

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